Tagebuch

Seit fast einem Monat habe ich einen neuen Versuch gestartet Tagebuch zu schreiben. Ich habe es schon oft versucht, aber meistens schon nach kurzer Zeit aufgegeben.

Jetzt versuche ich es neu. In dem Monat habe ich aber auch schon wieder mehr Tage ausgelassen, als ich eigentlich wollte. Damit ich es nun seltener vergesse und damit ich es auch nicht sein lasse, nur weil ich gerade mal zu faul bin, versuche ich mir jetzt als Routine anzueignen, jeden Abend vorm Schlafen ein paar Gedanken niederzuschreiben.

Ich schreibe das Tagebuch nicht auf Papier. Mit Papier bin ich zu unflexible. Es ist nicht immer verfügbar, beziehungsweise wenn ich mal nicht zu Hause bin, muss ich es mit mir herumtragen. Und außerdem liegt mir das Schreiben mit der Hand überhaupt nicht. Ich kann viel schneller mit einer Tastatur tippen. Wahrscheinlich sogar mit der Tastatur auf meinem Handy. Und die Schrift auf dem Display sieht dann auch schöner als meine Handschrift aus.

Es tut gut, alle Gedanken niederzuschreiben. Es ist befreiend. Was hat mich heute bewegt? Was hab ich heute gemacht? Wie fühle ich mich? Was wünsche ich mir?

Mal schreibe ich ganze Sätze, mal nur Stichpunkte. Aber eigentlich ist es auch egal, wie ich es mache. Wichtig ist, dass ich es mache.

Ein Monat reicht als Zeitspanne vielleicht noch nicht, aber in ein paar Monaten wird es bestimmt sehr interessant sein, nocheinmal alte Notizen durchzulesen und zu sehen, ob sich was geändert hat, was sich verändert hat und wie es sich verändert hat.

Bestimmt ist das Tagebuchschreiben auch eine gute Gedächtnisstütze. Wenn ich vergesse, wann ich etwas gemacht habe, kann ich einfach danach suchen und erfahre dann das Datum.

Oder ich kann mich noch einmal an Erfahrungen neu erinnern. Das Gehirn sortiert über die Zeit viele Details aus, sie nochmal zu Lesen hilft sich genauer zu erinnern.

Und ganz bestimmt hilft es am Ende des Tages die eigenen Gedanken zu sortieren, damit man nachts weniger grübeln muss und länger schlafen kann.

Mit diesem Post verpflichte ich mich jetzt, diesmal durchzuziehen und nicht sofort wieder aufzugeben. ✅

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.