Urlaub in Lissabon

Bem-vindo a um novo artigo aqui no meu blog - que eu negligencio demais - mas agora estou de férias e posso finalmente relatar algo novamente. E isso é sobre o feriado.

Nein, ich kann noch kein portugiesisch, das ist eine Übersetzung von DeepL. Aber vom Inhalt steht dort, dass ich im Urlaub war und endlich mal wieder was berichten kann auf diesem Blog. Und zwar bin ich nach der Interrail-Reise 2017 nun ein zweites Mal im schönen Lissabon gewesen. Ich brauchte Urlaub und hab nach einem günstigen und möglichst warmen Ort in Europa gesucht und Portugal erfüllte beide diese Kriterien.

Also hab ich vor ein paar Wochen schließlich nach Angeboten gesucht, keine Pauschalreisen gefunden und letztendlich auf die Kombination aus günstigem RyanAir-Flug und günstigem AirBnB gesetzt. Die Reise konnte beginnen…

Tag 1 (Samstag)

Samstag ging es los. Da mein Flug erst am Abend war, konnte ich den Tag entspannt angehen und musste nicht, wie das ja manchmal so üblich ist, morgens schon in aller Frühe aufstehen, sondern konnte nachmittags entspannt nach Hamburg fahren von wo der Flieger startete. Um 21:00 deutscher Zeit ging es schließlich in die Luft und um halb Mitternacht portugiesischer Zeit landete der Flieger auf der iberischen Halbinsel.

Dies war mein erster RyanAir-Flug und zum ersten Mal bin ich in den Urlaub nur mit Handgepäck geflogen. Das war eine ziemliche Challenge wirklich nur das mitzunehmen, was auch in einen winzigen Koffer passt, der dank Priority zusätzlich zu der noch winzigeren Tasche (ohne Priority) mit in die Kabine genommen werden durfte. Ich musste mir extra lauter Hygiene-Utensilien in Probiergrößen kaufen.

Nach der Ankunft ging es dann noch per Metro (U-Bahn) auf schnellstem Wege zur Unterkunft, die im alten, aber zentralen Viertel Bica liegt. Danach schnell ins Bett. Nicht ganz bedacht hatte ich bei der Buchung, dass Bica eigentlich ein Partyviertel ist und es dementsprechend samstags nachts noch etwas lauter ist, aber dank der weisen Entscheidung Ohrstöpsel mitzunehmen konnte ich dann doch einschlafen. Immerhin fährt nachts nicht die Standseilbahn fast direkt neben dem Apartment.

Tag 2 (Sonntag)

Nach wenig Schlaf hab ich mich Sonntag morgens erst einmal auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht um mich mit Frühstück einzudecken. Richtige Bäcker scheint es in Lissabon irgendwie nicht zu geben, allerdings weiß ich nicht ob das daran liegt, dass die Portugiesen keine Brötchen zum Frühstück essen.

Dank 24h-Ticket für Metro, Bus und Straßenbahn, konnte ich den ganzen Sonntag mit allen öffentlichen Verkehrsmitteln der Stadt fahren, so viel ich wollte. Aber zuerst hab ich mich von der Unterkunft aus zu Fuß zur Rua Augusta gemacht und bisschen den Teil der Stadt erkundet, der nach dem Erdbeben von 1755 neu aufgebaut wurde. Die Straßen dort sind im Vergleich zu den älteren Stadtteilen, nicht von kleinen, engen und verschlungenen Straßen geprägt, sondern sehr gerade und geordnet.

Nachdem ich dort ein bisschen rumspaziert bin und einige Straßen erkundet habe, ist mir der Park der Nationen, das Gelände der Expo 98 eingefallen und ich bin mit der Metro dorthin gefahren. Obwohl die Expo nun mittlerweile schon über 20 Jahre vorbei ist, ist das Gelände dennoch nicht verwaist und es hat sich ein Ort gebildet, an den nicht nur Tourristen, sondern auch Einheimische gerne kommen und ein bisschen entspannen. Dies hab ich auch gemacht und Sonne und die für Februar recht hohen Temperaturen genossen. Es war problemlos möglich nur mit T-Shirt draußen zu gehen.

Ebenfalls gibt es im Park der Nationen eine Seilbahn, die am Ufer des Tejo (der Fluss, an dem Lissabon gebaut ist) entlang des Parks führt. Dies hab ich mir natürlich nicht nehmen lassen und bin auch einmal vom einen zum anderen Ende des Parks gefahren und hatte aus der Kabine einen super Überblick über den ganzen Park, als auch auf den Fluss, der an der Stelle ziemlich breit ist und das gegenüber liegende Ufer nur schwer erkennbar ist.

Den Nachmittag habe ich genutzt, um noch ein bisschen weiter das Zentrum zu erkunden und eine Rundfahrt mit der Straßenbahn-Linie 12 zu machen. Diese fährt zu einem großen Teil die selbe Strecke, wie die ziemlich bekannte Linie 28. Allerdings fährt sie im Kreis und die Strecke ist nicht ganz so lang. Ebenfalls sind es die gleichen historischen Wagen, aber da die 12 nicht ganz so bekannt ist, ist es auch nicht so überfüllt und es war mir sogar möglich einen Sitzplatz zu ergattern.

Abends wollte ich eigentlich zum Sonnenuntergang zu einem von vielen Aussichtspunkten der Stadt, um ein paar schöne Bilder zu machen, allerdings hab ich mich vom Handy navigieren lassen und musste durch enge Straßen gehen, was allerdings dafür gesorgt hat, dass der GPS-Empfang sehr schlecht war und ich mich verlaufen habe, sodass ich schließlich erst am Ziel ankam, als die Sonne bereits untergegangen war.

Tag 3 (Montag)

Mein Plan war bei dieser Reise vor allem auch die Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die ich vor eineinhalb Jahren noch nicht gesehen hatte. Dazu zählte auch die “Cristo Rei” Statue auf der anderen Seite des Tejo.

Um dorthin zu kommen muss der Tejo mit der Fähre überquert werden und dann ein Bus bis zur Statue genommen werden. Schon von der Fähre aus hat man einen tollen Blick, sowohl auf die Brücke des 25. April - die der Golden Gate Bridge in San Francisco ziemlich ähnelt und sogar von derselben Firma gebaut wurde -, wie auch auf Lissabon selbst.

An der Statue angekommen, werden erst die Dimensionen, die diese hat, ersichtlich. Aber auch der Ausblick ist atemberaubend. Der Blick auf die Brücke ist noch viel besser als von der Fähre und die Stadt kann sehr gut überblickt werden. Zeit also um ein paar Fotos vor der Kulisse zu machen.

Kleiner Tipp beim Fotos machen: Am besten aufpassen, wo man eine Kompaktkamera mit Ministativ hinstellt, wenn es windig ist. Ich hab sie auf einen Mülleimer-Pfahl gestellt, hat auch ganz gut gehalten, allerdings landete sie bei einem Windstoß dann doch im Müll. Immerhin weich gefallen und dadurch nicht kaputt gegangen.

Nach der Statue ging es dann weiter nach Belém, wo es sowohl ein altes Kloster, als auch andere Gebäude aus der Zeit der Kolonialmacht, wie etwa zwei Türme direkt am Wasser, zu sehen gibt. Ärgerlich war allerdings, dass ich mich vorher nicht erkundigt habe und montags all diese Sehenswürdigkeiten geschlossen zu sein scheinen. Schließlich hab ich mich damit abgefunden sie von außen zu betrachten. Von innen hatte ich sie bereits beim letzten Besuch gesehen.

Abschließend bin ich noch in den Stadtteil Alfama, der ebenfalls für seine historische Art bekannt ist, gefahren, habe dort einen Aussichtspunkt aufgesucht und mich danach in einen Park zum Genießen des Wetters gesetzt.

Tag 4 (Dienstag)

Am Dienstag habe ich mich morgens auf die Suche nach noch einem anderen Aussichtspunkt gemacht, wurde aber leider enttäuscht, da dieser leider zum größten Teil abgesperrt war und der Bauzaun auch die Aussicht behinderte. Immerhin gab es direkt daneben eine weitere Standseilbahn zu betrachten. In der ganzen Stadt gibt es mehrere davon, da Lissabon auf mehreren Hügeln gebaut ist und die Wege auch sehr steil sein können.

Daraufhin bin ich mit dem Bus zum “Museu Nacional do Azulejo” gemacht, einem Museum, in dem es um die in Portugal typischen Keramikfliesen ging. Es war wirklich sehr interessant zu erfahren, wie sich der Stil im Laufe der Zeit entwickelt hat.

Auf einem der Hügel in Lissabon ist die Burg “Castelo de São Jorge”. Diese habe ich nach dem Museum besucht. Die Burg ist eigentlich nur noch eine Ruine, doch da sie auf einem der Hügel ist, gibt es dort einen ziemlich guten Ausblick über Lissabon, besonders beim Gehen über die alten Ruinenmauern.

Es zählt als Geheimtipp und wird nur selten als Sehenswürdigkeit genannt, aber am Stadtrand von Lissabon befindet sich ein Bauwerk des “Aqueduto das Águas Livres”. Der Aquädukt ist ein Ingenieurskunstwerk, hat über viele Kilometer früher Wasser in die Stadt gebracht, sowohl über- als auch unterirdisch. Eine Brücke des Aquädukts habe ich mir angeschaut. Erst bei einem Gang über diese wird das Ausmaß der Größe so wirklich bewusst. Anders als man vielleicht denken könnte, wurde er nicht von den Römern erbaut, sondern wurde im 18. Jahrhundert vom portugiesischen König Johann V. in Auftrag gegeben und durch eine Wasserabgabe der Bürger finanziert. Das Erdbeben von 1755 überstand er unbeschadet.

Tag 5 (Mittwoch)

Am letzten ganzen Tag hab ich noch einmal einen längeren Ausflug unternommen und das eine Stunde Zugfahrt entfernte aber sehr beliebte Sintra besucht. In und um den Ort befinden sich mehrere Bauten der Könige, wie der “Palácio Nacional da Pena”. Das Schloss war ursprünglich ein Hieronymiten-Kloster, wurde später aber deutlich erweitert und wird von einem großen Park umgeben. Da das Schloss auf einem sehr hohen Berg ist und der Aufstieg zu Fuß sehr anstrengend und auch sehr zeitintensiv ist, wird empfohlen einen Touristenbus zu benutzen, um hochgefahren zu werden.

Allerdings scheine ich eine Gabe dafür zu haben, mich immer zu verlaufen, beziehungsweise den richtigen Ort nicht zu finden und bin, bis ich den Bus gefunden habe, erst einmal fast eine Stunde umhergeirrt, weil ich die Bushaltestelle vor dem Bahnhof nicht gesehen habe.

Nachmittags nachdem ich wieder zurück gefahren war, gab es dann noch eine Fahrt mit dem “Elevador de Santa Justa”. Der Aufzug, den man sich wie einen normalen Aufzug, bloß alt und in XXL vorstellen kann, ist mitten im Zentrum und verbindet wie auch die Standseilbahnen zwei Stadtteile miteinander, die aber auf unterschiedlichen Höhen liegen. Im 24h-Ticket ist die Fahrt inklusive.

Tag 6 (Donnerstag)

Am Donnerstag war meine Zeit in Portugal dann auch wieder vorbei. Mein Flug ging erst um 16 Uhr, also hab ich mich vormittags nochmal in den Park der Nationen begeben, hab mich ein wenig in die Sonne gesetzt und bin spazieren gegangen (was mit Koffer allerdings dann doch schnell nervig wurde). Noch schnell in dem nahe gelegenen Einkaufszentrum was zum Mittag gegessen (auf einem Bild hatte ich Pasta erkannt und mir bestellt, allerdings handelte es sich dann um Pasta aus Zucchini) und dann mit der Metro zu Flughafen.

Nach ca. 3,5 Stunden Flug war ich dann wieder in Hamburg, wurde von dem Shuttle, der mich zum Parkplatz brachte, abgeholt und bin nach Hause gefahren.

Fazit

Dies war mein erster Urlaub, den ich wirklich ganz alleine - ohne Eltern und ohne Freunde gemacht habe. Einerseits hatte ich so zwar so auch volle Freiheit in allen Entscheidungen und konnte mir die Zeit einteilen so wie ich wollte und auch selbst bestimmen was ich mache, dennoch wäre es mit Begleitung vielleicht ein bisschen lustiger gewesen.

Nichtsdestotrotz war der Urlaub dringend nötig und eine sehr gute Entscheidung. Seit dem letzten Sommer hatte ich eigentlich keinen Urlaub mehr, meinen Urlaub zu Weihnachten hatte ich größtenteils ja mit Lernen verbracht, da das Jahr direkt mit den Klausuren startete. Nach den Klausuren bin ich ein paar Wochen in die Firma (bei der ich mein duales Studium mache) zum Arbeiten gegangen und habe wieder neue Einblicke in das Berufsleben bekommen und durfte einige spannende Aufgaben erledigen. Aber anstrengend war es halt trotzdem und ein wenig Erholung tat ganz gut.

Auch ist mir wieder bewusst geworden, wie gerne ich reise und neue Orte auf dieser Welt erkunde. Es gibt da draußen so viel mehr zu entdecken, als nur die eigene Stadt, so viele Kulturen die es kennen lernen zu gilt. Reisen macht mir echt unglaublich viel Spaß.

Nun aber kann das neue Semester beginnen, nachdem ich wieder Kraft getankt habe!

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.