Kein Grund zum Groll

Letztens bin ich, wie so oft mit dem Zug durch Deutschland gefahren. Sechs Stunden sollte die Fahrt laut Plan dauern, aber nicht selten kommt mal was dazwischen und aus sechs werden schnell mal sieben, acht oder neun Stunden. Äußerst ärgerlich, besonders wenn es aus Gründen passiert, für die man eigentlich kein Verständnis haben kann. Solche die nur passieren, weil die Deutsche Bahn mal wieder spart (kaputte Weichen, technische Störungen etc.). Natürlich trotz völlig überteuerter Tickets.

Aber manchmal kann auch die Deutsche Bahn nichts dafür. Wenn etwa Kinder auf den Bahngleisen spielen oder Menschen sich entscheiden ihrem Leben ein Ende zu setzen. Klar kann das einen wütend machen, wenn man dadurch Anschlusszüge verpasst und die Reisedauer sich um ein oder sogar zwei Stunden verlängert, aber hinter solchen Vorfällen stecken oftmals Schicksale, über die ich mir lieber kein voreiliges Urteil bilde.

Doch wieso sollte ich mir die Laune durch so etwas verderben lassen? Wieso sollte ich unnötig Wut in mir sammeln, die doch eh keine Auswirkungen hat, außer mich zu stressen und mir weitere Pickel im Gesicht sprießen zu lassen? Ich hatte keinen Termin, den ich verpasst hatte und geschlafen hätte ich wahrscheinlich eh erst zu der Zeit, zu der ich letztendlich an meinem Ziel angekommen bin.

Das Leben ist zu kurz, um sich durch solche Sachen, auf die man exakt null Einfluss hat, die Freude am Leben nehmen zu lassen. Jede Minute ist zu kostbar, als sie in Wut und mit negativen Gedanken zu verbringen. Die Zeit, die ich länger im Zug verbracht hatte, habe ich letztendlich so verbracht, wie ich sie auch verbracht hätte, wenn ich früher angekommen wäre. Größtenteils am Handy 🙈.

Stay positive, my friends!

Vielen Dank an die Freundin, die die eigentliche Urheberin dieser Gedanken ist und die mir damit quasi den Tag gerettet hat!