Meine besten Tipps & Tricks beim Bahn fahren

Ich fahre überdurchschnittlich viel im Fernverkehr der Deutschen Bahn. In diesem Post will ich meine besten Tipps und Tricks rund um das Zugfahren mit der Deutschen Bahn geben. Wie ich günstige(re) Tickets bekomme, wie ich ohne Reservierung eigentlich immer einen Sitzplatz bekomme und wie ich trotz großen Verspätungen nicht selten einen Weg finde, doch noch rechtzeitig ans Ziel zu kommen. Nicht alles wird immer wirklich 100%-tig funktionieren, aber als Bahn-Kenner hier meine jetzt nicht mehr ganz so geheimen Tipps und Tricks:

1. Günstige(re) Tickets

Fangen wir doch am besten mit den Möglichkeiten an, um an günstige Tickets ranzukommen.

1. Am besten empfiehlt es sich natürlich nach Tickets so früh wie möglich zu schauen, wenn man nicht erst auf den letzten Drücker, sondern bereits mehrere Wochen oder sogar Monate bucht, gibt es oft noch Spar- oder sogar “Super-Spar”-Tickets. Auch lohnt es sich dafür wenn es möglich ist an Randzeiten, sprich früh morgens oder abends, zu schauen, da oft weniger Leute fahren und dementsprechend die Kontingente erst später auf gebraucht sind. Auf der Seite der Bahn gibt es ein Sparpreis-Suche.

Diese Spar-Tickets haben zwar den Nachteil, dass sie zuggebunden sind, also auch nur mit dem gebuchten Zug benutzt werden können. Bei normalen “Flex”-Tickets kann man auch einfach Züge früher oder später nehmen, ohne ein neues Ticket zu buchen müssen. Auch gelten andere Stornierungkonditionen. Dafür sind die Tickets dann aber oft auch deutlich günstiger.

2. Ebenfalls empfiehlt es sich nach Aktionen, wie den Bahntickets bei Lidl oder MyTrain Ausschau zu halten. Dort bekommt man manchmal etwa 2 Tickets zum Preis von nur 50 oder 60€, was bei weiten Strecken eine sehr deutliche Ersparnis darstellt, wenn man bedenkt das manche normalen Tickets weit über 100 oder manchmal sogar 200€ kosten.

Oft benutze ich etwa MyTrain-Tickets, so kostet mich eine Fahrt nur etwa 30€, im Gegensatz zu den 70-75€ die bei Flex-Preis mit BahnCard 50 fällig werden, oder den 140-150€ ohne BahnCard.

2. BahnCard

Wie bereits angesprochen empfiehlt es sich je nach Fahrhäufigkeit eine BahnCard zu erwerben. Als “junger Mensch” gibt es die Jugend-BahnCard 50 für einen erschwinglichen Preis von etwa 70€ pro Jahr. Lohnt sich bei mir also schon bei einer Fahrt, wenn es keine Sparpreise gibt. Wer nicht mehr in die Zielgruppe der Jugend-BahnCard fällt und auch nicht häufig fährt, schaut vielleicht mal nach einer Probebahncard. Die kann nach ein paar Monaten bereits gekündigt werden und lohnt sich oft recht schnell.

Persönlich finde ich es schade, dass es keine BahnCard 100 für Jugendliche gibt. Dies würde Vielfahrern wie mir eine Option bieten, nicht immer nach Sparpreisen oder Sonderaktionen suchen zu müssen und deutlich flexibler zu sein.

3. Sitzplatz

Sitzplätze sind ein weiteres Thema. Wer keinen Stress und Garantie auf einen Sitzplatz haben will, ist am besten mit der Buchung einer Sitzplatz-Reservierung für 4,5€ pro Person beraten. Allerdings besteht auch hier Potential, diese 4,5€ zu sparen, den meistens ist eine Reservierung nicht unbedingt nötig um einen freien Platz zu finden.

Ich hoffe, dass diesen Artikel nicht all zu viele Leute lesen, weil dann bringt dieser Tipp nichts mehr, aber es lohnt sich oft am Ende des Zuges einzusteigen (auf der Seite der 2. Klasse), meist ist dies Wagen 1. In Wagen 1 sind bei vielen ICEs die Plätze nicht reserviert, weil Reservierungen, zumindest sagen mir das meine Beobachtungen, zumeist von der Mitte ausgehen verteilt werden, damit etwa bei Umstiegen lange Wege bis zu den äußeren Wagen vermieden werden.

Ich fahre eigentlich immer ohne Reservierung und noch nie musste ich wirklich eine ganze Strecke stehen. Die Wahrscheinlichkeit gar keinen Sitzplatz zu finden ist sehr sehr gering, zumindest wenn man am Ende des Zuges einsteigt und der Zug nicht aus irgendeinem Grund maßlos überfüllt ist.

Viele Leute blockieren auch gerne allein einen doppelten Platz. Es empfiehlt sich nicht zu schüchtern zu sein und zu fragen, ob der zweite Platz noch frei ist.

4. Verspätungen, Zugbindung

Besonders bei Sparpreis- oder anderen Aktionstickets gibt es meistens eine sogenannte “Zugbindung”. Das heißt, dass nur die Züge benutzt werden, die auf der Fahrkarte stehen, also genau die Verbindung, die dort aufgedruckt ist. Bei Flex-Tickets besteht keine Zugbindung und es dürfen am selben Tag auch andere Züge auf der Strecke benutzt werden, also beispielsweise mehrere Stunden früher oder später als die gebuchte Verbindung.

Was viele aber nicht wissen, ist dass die Zugbindung bei einer prognostizierten Verspätung am Ziel die Zugbindung aufhebt und dann auch alternative Züge verwendet werden können. Besonders bei vielen Umstiegen und der hohen Verspätungsrate der DB kann es schnell mal dazu kommen.

Immer wenn ich in diese Situation komme, dass ich per DB Navigator (die App der DB) erkenne, dass ich wahrscheinlich einen Anschluss verpassen und so verspätet am Ziel ankomme, benutze ich die Funktion der App, um mir alternative Verbindungen anzuzeigen. Wenn ich beispielsweise 2 mal umsteigen sollte (also mit insgesamt 3 Zügen fahren muss), führt das manchmal dazu, dass ich einen anderen 2. Zug nehme um vom verspäteten 1. Zug (der mich den ursprünglichen 2. Zug verpassen lässt) in den pünktlichen 3. Zug umsteigen zu können.


Ich hoffe meine Tipps helfen bei der ein oder anderen Bahnreise, um vielleicht etwas bequemer oder pünktlicher reisen zu können. Gerne nehme ich auch weitere Tipps (per Kontakt-Formular) mit auf die Liste.


DISCLAIMER: Wenn ich in diesem Text falsche Angaben gemacht habe, bitte ich um Entschuldigung und am besten auch eine Benachrichtigung, damit ich die Fehler berichtigen kann. Die Angaben sind nicht bindend und ich übernehme keine Haftung.

20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.