Das Zwei-Uhren-Leben

Wenn du Smartwatch UND Fitness-Tracker trägst

Es gibt Menschen, die sind etwas komisch und haben auch einen komischen Lebensstil, und ja ich bin einer von denen. Ist es “normal” mit Smartwatch UND Fitness-Tracker herumzulaufen? Wohl eher nicht.

Aber warum überhaupt? Warum nehme ich zwei unterschiedliche Geräte, wenn ich auch beides in einem vereinen könnte?

Nun erstmal zur Funktion meiner Smartwatch:

Wer kennt sie nicht, die Leute, die die ganze Zeit immer wieder auf ihr Handy schauen, nur um nachzusehen, ob da nicht doch eine neue Nachricht ist, von der sie das Vibrieren des Handys in der Hosentasche verpasst haben könnten? Die Leute mit dieser Angst, etwas wichtiges zu verpassen. Manche bezeichnen sie als Handy-süchtig.

Und nein, eine Smartwatch ist nicht gut zur Bekämpfung der Ursache dieser “Sucht”, denn sie trägt höchstens dazu bei, die Folgen etwas einzugrenzen und gegebenenfalls die “Sucht” etwas unauffälliger zu machen. Denn wer eine Smartwatch hat und darauf eine Benachrichtigung bekommt, dass auf dem Handy eine neue Nachricht *eingetrudelt *ist, kann sich den ständigen Blick auf das Smartphone sparen, zumal es auch möglich ist, dass anstatt des Phones die Watch ein Zeichen durch Vibration gibt.

Und bevor dann schlussendlich doch dass Handy zur Beantwortung der Nachricht gezückt werden muss, kann die Wichtigkeit dieser vorher durch einen Blick auf die Uhr abgewogen werden. Und ein kleiner Blick auf die Uhr kann ja auch so wirken, als wolle man nur kurz die Uhrzeit nachschauen, oder nicht?

Nun zur Funktion des Fitness-Trackers:

Der Fitness-Tracker, in meinem Fall ein Xiaomi Mi Band 2 (aus China für ca. 20€ importiert), erledigt für mich die Sachen, die allgemein so ein Fitness-Tracker erledigen sollte. Schritte zählen und sonstige Analysen anzeigen, besonders die Schlafdauer.

Aber warum nicht alles mit der Smartwatch erledigen?

Sieht man davon ab, dass meine Smartwatch (eine etwas betagte Smartwatch 3 von Sony) zwar unnötigerweise NFC, aber keinen Puls-Messer an Board hat, ist diese Frage durchaus berechtigt. Schritte zählen und anhand der Bewegungen die Schlafdauer feststellen, könnte die Uhr auch.

Aber jetzt kommt der große Knackpunkt: Was hat man lieber nachts, während des Schlafes um den Arm? Eine 72 Gramm schwere Smartwatch mit ziemlich breitem Riemen oder doch lieber ein nur 19 Gramm schweres Mi Band 2, welches zu dem auch noch sehr schmal ist und bei dem man sich öfters mal fragt, ob man es überhaupt gerade trägt, weil es kaum auffällt? Da ist es doch die beste Möglichkeit, man lässt das Band, dessen Akkulaufzeit übrigens auf locker 20 Tage kommt, dauerhaft am Arm (also auch beim Schlafen oder Duschen etc) und nimmt immer nur die Smartwatch ab, die auch öfters mal geladen werden muss.

Alternativ ginge es auch, nur auf das Mi Band zurückzugreifen, aber irgendwie funktioniert die Benachrichtigungsanzeige nicht zufrieden stellend und auch gibt es keinerlei Vorschau, sodass doch das Phone gezückt werden müsste, wenn es mal vibriert.

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.