Wer Steht Um 6 Auf um zu Laufen?!?

Ich, und meine Gründe dafür

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Manch einer mag denken, ich sei nicht mehr ganz klar in der Birne und hätte einen Schaden, wenn ich erzähle, dass ich freiwillig um 6 aufstehe und laufen gehe, wenn ich doch eigentlich bis 7 schlafen könnte. Die Gründe, warum ich mir das antue und was ich den vergangenen Monat dadurch gelernt habe, nun hier in einem Post:

Alles hat mit meinem Arbeitsbeginn am 1. September dieses Jahres angefangen. Nach dem Abitur 🎓 und einiger Zeit Urlaub 🌴, fing nun endlich mein duales Studium an und ich überlegte natürlich, was das für mich bedeutet. Erst einmal heißt es, dass ich nun endlich nicht mehr nur Schüler bin, sondern Student beziehungsweise gleichzeitig Auszubildener. Endlich muss ich mich deutlich weniger mit langweiligen Fächern plagen, wie es in der Schule der Fall war 😂. Computer, Programmieren und Informatik interessieren mich irgendwie doch schon mehr als beispielsweise das Analysieren von Gedichten in Deutsch. Und natürlich verdiene ich auch ein wenig Geld 💰, was einen kleinen Schritt Richtung “Stehen auf eigenen Beinen” bedeutet.

Aber gleichzeitig bedeutet es auch den Beginn eines neues Lebensabschnitts. (Fast) völlig neue Umgebung, die Wohnung bleibt zwar, aber Schule wird getauscht durch die Firma und später auch die Uni, viele neue Leute und generell eine neue Weise, wie ich die Zeit der Tage verbringe.

Und deswegen habe ich mir gedacht, betrachte ich doch mal mein momentanes Leben und überlege, ob ich nicht die ein oder andere Sache ändern möchte oder mal was neues ausprobieren werde. Während ich mir vorgenommen habe, den damals doch recht hohen passiven Konsum (von bespielsweise YouTube-Videos) 📺 durch aktive Erschaffung eigenen Contents zu ersetzen (sprich Blog-Artikel und Apps) 📝, kam mir auch in den Sinn, vielleicht wieder mehr für meinen Körper zu tun. Und was bietet sich da besseres an, als das Laufen, was ich eh schon betrieben habe, ein wenig zu intensivieren und auf ein neues Level anzuheben.

Aber warum nun morgens um sechs Uhr laufen und nicht mehr nachmittags? ⌚️ Ganz einfach, weil ich im Internet von all den Vorteilen gelesen habe, die es hat, morgens zu laufen (die habe ich im Übrigen auch in einem englischen Artikel nochmal aus eigener Sicht erläutert). Nicht nur startest du, nachdem du dich zu der morgendlichen Anstrengung überwunden hast, mit viel mehr Energie in den Tag, sondern auch die Motivation ist den ganzen Tag über höher, da du bereits morgens etwas geschafft hast und von deiner To-Do-Liste (oder App) streichen kannst und dann nachmittags ebenfalls mehr Zeit für andere produktive Sachen hast. Und nicht zu vergessen ist, dass du im Laufe der Zeit deine Fitness steigern kannst, wenn du das auch durchziehst und nicht nach einer Woche wieder aufgibst 😉.

Das mit dem Nicht-Aufgeben ist auch der Grund, warum ich mir selber kaum Ausreden habe durchgehen lassen. Müdigkeit oder das schlechte Wetter sind einfach nur die schlechtesten Gründe um nicht zu laufen. Denn ich bin der Meinung, dies sind nur Ausreden, deren Urheber die eigene Faulheit ist, sprich wir haben einfach keinen Bock aufs Laufen. Denn auch bei Regen kann man Laufen und der Schlafrhythmus wird sich von selber einstellen, wenn man aufgrund von Müdigkeit abends mal vor Mitternacht schlafen geht. Und jeder Tag mehr, an dem man das durchgezogen hat, stärkt die Willenskraft auch weiterzumachen.

Apropos Schlafrhythmus: Um morgens um 6 körperlich fit genug zu sein, eine Runde zu laufen, bei mir sind das momentan zwischen 4 und 6 Kilometer, muss man wie gesagt früh genug ins Bett gehen. Ich habe bei mir selber herausgefunden, dass ca. 22 Uhr die optimale Zeit ist und auch dort die Müdigkeit meistens kommt. Auch kann ich, seitdem ich morgens laufe nachts immer viel schneller und besser einschlafen. Ich liege nicht mehr stundenlang wach und wälze mich umher, sondern gehe schon nach recht kurzer Zeit ins Land der Träume. 😴 Und das krasse ist, mitlerweile wache ich sogar immer ein paar Minuten vor dem Klingeln des Handy-Weckers auf, so als hätte ich einen inneren Wecker. ⏰

Aber nicht nur für die Physis und den Körper generell ist das morgendliche Laufen eine gute Sache, denn ich habe festgestellt, auch die Psyche ist recht dankbar über die morgendlichen Runden. Ersteinmal ist wie erwähnt die Motivation tagsüber höher, aber auch habe ich einen positiven Effekt für die Kreativität festgestellt und gemerkt, dass es eine gute Möglichkeit bietet, über die Geschehnisse der letzten Tage nachzudenken und Pläne für den kommenden Tag zu machen. Es sind einfach die ca. 30 Minuten um innerlich Ordnung herzustellen, die man sonst nicht hätte und die einem dann merklich fehlen.

Aber um das Ganze zusammenfassen: Es ist es auf jeden Fall wert etwa eine Stunden früher aufzustehen, die Sportsachen anzuziehen, etwas kleines zu essen, dann ganzviel Wasser zu trinken, und schließlich in die Laufschuhe zu schlüpfen und loszulaufen. Es bringt einfach ein völlig neues und fast unbeschreibliches Gefühl, nicht nur während des Laufens, sondern die ganze Zeit über. Natürlich mag es am Anfang eine Tortur sein, sich zu überwinden und dann auch die Kilometer hinter sich zu bringen, aber irgendwann macht es garantiert Spaß 😉 und ich kann es jedem nur empfehlen auch mal auszuprobieren…

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Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.