StVO, ich hasse dich! (an Regentagen)

Die Qualen eines Fahrradfahrers bei Regen…

Was ist der Unterschied zwischen einem Fußgänger bzw. einem Auto-Fahrer und einem Radfahrer bei Regen?

Genau! Der Radfahrer wird nass, während der Fußgänger einen Regenschirm tragen kann und der Autofahrer dank Dach und Heizung noch nicht mal eine Jacke anziehen muss und es trotzdem schön kuschelig hat.

Genau deswegen hasse ich dich, Straßenverkehrsordnung!

Ok, nicht komplett, aber jedenfalls an Regentagen. Wenn das beste für den Fahrradfahrer wäre, möglichst schnell am Ziel anzukommen, um die Nässe, die seine Jacke durchdringt, zu minimieren, muss er mitten im Wohngebiet an einer kleinen Kreuzung anhalten, um die lahm-fahrende achtzigjährige Omi abbiegen zu lassen. Währenddessen spürt er, wie alles unter der Jacke nasser und nasser wird und auch die Nase anfängt zu laufen. Pech wenn er am nächsten Tag eine fette Erkältung hat. Und der Gipfel: Die Omi fährt erstmal mitten durch eine Pfütze und lässt auch nochmal ein bisschen Wasser in die Schuhe laufen…

Was ist denn mit all den Versprechen bezüglich Umweltschutz etc.? Sollte man da nicht eher Fahrrad-Fahren attraktiver machen, als alles Leute weiterhin dazu drängen bei schlechtem Wetter immer schön in das (ja nicht ganz so umweltfreundliche) Auto zu steigen — und nein, die Produktion des Fahrrads verbraucht nicht so viel Energie, dass sich das in irgendeiner Weise lohnen würde…

Öffentliche Verkehrsmittel? Dass ich nicht lache… Wer steigt denn bitte freiwillig in diese Bazillen-Schleuder ein, wenn es nicht unbedingt sein muss? Besonders in einer Jahreszeit, in der gefühlt jeder zweite Grippe hat.

Also mein Vorschlag lautet:

Sehr geehrte Politiker, bitte fühlen Sie doch mal mit mit den Fahrradfahrern, die tagein, tagaus nur mit dem Rad fahren und dadurch erstens massiv die Umwelt schonen und zweitens auch dafür sorgen, dass die Strassen etwas weniger überfüllt sind. Noch dazu kommt, dass durch das Fahrradfahren auch extrem Bauarbeiten gespart werden können, oder glauben Sie, dass ein Fahrrad die Straßen mehr kaputt macht, als ein zig-mal so schweres Auto?

Bitte bauen Sie entweder gute Radwege, die auch wirklich als solche benutzt werden können (also ohne, dass da dauern Fußgänger vors Rad springen), oder sorgen Sie anderweitig dafür, dass auch bei Regen das Fahren mit dem Rad nicht zu einer Qual wird, sprich: Bestrafen Sie das zu dichte Überholen und das durch Pfützen Nass-Spritzen härter, beziehungsweise überhaupt. Nicht selten kommt es vor, dass sich zwischen dem Lenker und der PKW-Tür nur ein marginaler Abstand von 10 (!) Zentimetern befindet…

Oder wie wäre es mit so einer Art Gutscheinen für kostenlose Regenhosen und Regenjacken? Natürlich bezahlt von der neuen PKW-Maut…

Autofahren ist halt Luxus und sollte dementsprechend auch gehandhabt werden!

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.