Sport + Geeks?

Geht das überhaupt?

Dieser Beitrag ist nicht auf alle Geeks bzw. Computer-Nerds übertragbar, aber dennoch benutze ich das Wort Geek, oder ein Synonym, um nicht ständig “Ich” schreiben zu müssen.


Wie stellt man sich einen Geek vor?

Er sitzt den ganzen Tag in seinem Zimmer vor dem PC, der Raum ist abgedunkelt, das Licht des Monitors flutet den Raum.

Er geht nie raus.

Er mag keinen Sport. Es ist ein Wunder, dass er aufgrund von fehlenden Muskel nicht zusammenbricht. Sein Körper hat sich auf das Nötigste reduziert.

Sollte er einmal seinen Raum verlassen, tut er dies nur um sein Geschäft zu erledigen und sich etwas Nahrhaftes zu suchen, denn schließlich verbraucht sein Gehirn eine ganze Menge Energie.

Aber ist das so?

Nein. Jedenfalls nicht jeder Geek ist so!


Denn der Geek geht auch gerne Mal an die frische Luft. Laufen ist da doch eigentlich eine perfekte Sportart für ihn.

Ein bisschen den Kopf durchlüften. Denn den braucht er um geniale, weltverbessernde Ideen zu finden.

Oder um auch mal für die Schule zu lernen. Denn schlechte Noten sind nicht gut und können die Anzahl der revolutionären Ideen deutlich verringern.

Während er läuft und dröhnende Musik durch seine tollen kabel-losen Kopfhörer hört, denkt er über sein Leben nach. Waren seine Entscheidungen gut? Hat er die Zeit sinnvoll genutzt? Wie kann er mehr Leute für seine Werke begeistern? Kann er möglicherweise auch Geld damit machen?

Er genießt die, auf voller Lautstärke laufende, Musik. Im Rhythmus der Beats setzt er in wahnsinnigem Tempo einen Fuß vor den anderen und reißt Kilometer für Kilometer ab. Eigentlich sollte er das öfter tun, denkt er.

Wieder zurück, schaltet er seinen Rechner an, deaktiviert die mobilen Daten auf seinem Smartphone, aktiviert WLAN und untersucht die Statistiken seiner Laufes. Dennoch ist er unzufrieden über die Geschwindigkeit, die beim letzten Wettkampf doch irgendwie höher war.


Auch der Geek ist ein Mensch. Ein Mensch und kein Außerirdischer. Auch er will etwas in seinem Leben erreichen. Nicht vergammeln in den eigenen vier Wänden.

Es ist klar, bei so einem hohen Medienkonsum ist es ihm nicht möglich, täglich vier Stunden in die Pumper-Bude zu gehen um mit den mit Anabol vollgestopften Terminatoren mitzueifern.

Aber ist das nötig? Nein, nicht für ihn!

Er ist zufrieden, solange er die Kraft hat sich selbstständig von A nach B zu bewegen, solange seine Gesundheit auf seiner Seite steht, und solange er nicht übergewichtig ist. Muskeln sind zwar nicht schlecht, müssen aber nicht zur Schau gestellt werden.


Fazit: Der Geek mag Sport, in einem für ihn passenden Rahmen. Also kein Grund zur Sorge…

Ach warte! Ist das Tippen auf der Tastatur und das Wischen auf dem Touchscreen nicht auch Sport? Fingersport? Oder das Programmieren Denksport?

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.