Vom Social-Media-Suchti zum Abstinenzler

Echtes Leben

Vor kurzer Zeit habe ich einen Post auf meinem Blog veröffentlicht, in dem ich mich damit beschäftigt habe, warum ich das komplette Gegenteil von einem Social-Media-Süchtigen geworden bin. Hier will ich ein paar mehr Gedanken teilen.


Vor ein paar Jahren, vielleicht auch noch vor ein paar Monaten, war ich totaler Fan von all den sozialen Netzwerken. Auf gefühlt jedem Netzwerk konnte man mich finden und ich habe echt viel Zeit damit verbracht auch Content auf den meisten dieser Netzwerke zu verbreiten.

Snapchat habe ich geliebt, unzählige Fotos und Selfies am Tag gemacht und entweder an Freunde oder meine Story geschickt. Auf Facebook habe ich geschaut, was so im Trend ist und was um mich herum passiert.

Aber ich bin ausgestiegen aus diesem ganzen Scheiß. Facebook-Account deaktiviert, Snapchat-Konto gelöscht und auch nebenbei noch von reddit verabschiedet. Und momentan bin ich am überlegen, ob ich auch Instagram tschüss sagen soll, oder doch lieber bleibe, weil ich doch auch ein paar qualitative Kanäle gefunden habe und mich noch vor der Mühe scheue alle meine Bilder zu sichern.

Seitdem mache ich kaum mehr Selfies, weiß überhaupt nicht mehr Bescheid, wer denn mit wem nun zusammen ist und auch unwitzige Memes habe ich schon länger nicht mehr betrachten müssen.

Aber ehrlich: Ich vermisse es echt überhaupt nicht!


Denn was persönlich bringen mir diese ganzen Netze? Waren sie nicht einmal dafür da Menschen näher zusammenzubringen? Sich wieder mit altern Freunden zu verbinden?

Was ist davon übrig beziehungsweise was ist daraus geworden? Es ist eine Geldmaschine für Konzerne wie Facebook geworden, an der einem an jeder Ecke versucht wird, etwas anzudrehen. Es ist ein Feind der Demokratie geworden, denn Fake News sind überall. Es ist ein Albtraum für die Nutzer geworden, ohne dass die meisten es überhaupt merken, denn es geht nur noch um Zahlen wie Likes und Follower und wer das größte Ego hat.

Wenn Facebook & Co. denn wenigsten noch die Ziele verfolgen würden, die sie früher einmal hatten…


Mein persönlicher Grund, warum ich ausgetreten bin, war allerdings dieser:

Wenn ich glücklicher werden will, erreiche ich dies nicht durch Social Media, sondern nur, wenn ich mich auf mich selbst fokussiere.

Anstatt andere für ihr “geiles” Leben zu beneiden, welches sie immer zur Schau stellen, sollte ich versuchen, selbst meine Ziele zu verfolgen und auch zu erreichen. Ich sollte das machen, was mich selbst glücklich macht, anstatt meine Zeit mit Snapchat und Co. zu verschwenden.

Außerdem brauche ich die Anerkennung von anderen, die ich zugegeben das ein oder andere Mal gesucht habe nicht mehr. Anstatt dauernd dumme Fotos zu machen und zu teilen, sollte ich Sachen realisieren, die mich selbst stolz machen. Wenn ich weiß, was mich glücklich macht, brauche ich nicht auf andere neidisch zu sein, die vorgeben noch glücklicher zu sein.

Ohne Social Media kann ich einfach besser ich sein.

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.