#NoMobbing — Das Internet ist zu schade für Cybermobbing

Dies ist mein Beitrag zur Blogparade “#NoMobbing-Eine Stimme für Opfer und Täter”. Ich, der sozusagen im Internet lebt, möchte hiermit aufmerksam machen, dass das Internet nicht nur positive, sondern auch böse, dunkle, negative Seiten hat. Und ich rufe auf, vollkommen intolerant gegenüber Mobbing zu sein, sei es in der virtuellen als auch realen Welt. Mobbing ist echt scheiße!

Ich kann von Glück reden, nie gemobbt worden zu sein. Nie wurde ich über längere Zeit, böswillig und penetrant geschlagen, gehänselt, ausgelacht, bespuckt oder sonst wie physisch oder psychisch angegriffen. Und das wünsche ich jedem. Es muss ziemlich mies sein von anderen, sich selbst für etwas besseres haltenden Mitmenschen erniedrigt zu werden und immer aufs gezeigt zu bekommen, dass man nur ein kleiner Haufen Dreck sei und nicht auf diese Welt gehöre.

Und dasselbe gilt für das Internet.

Stell dir doch mal vor, du wachst morgens auf, siehst in deinen Emails und WhatsApp-Nachrichten nach und entdeckst lauter Hass. Hass gegen dich. Gegen dein Leben. Gegen deine Familie.

Ist das schön?

Nein! Es ist ungefähr das beschissenste Gefühl, das man nur fühlen kann. Es ist das, was einen Menschen nachhaltig psychisch zerstört und ihm jedes bisschen Selbstwertgefühl nimmt. Aber leider ist es kein Einzelfall.

Auch wenn der Hass nicht direkt gegen die Person gerichtet ist, ihr nicht direkt ins Gesicht gesagt wird, ist es Mobbing, wenn über die Person öffentlich auf Netzwerken wie Facebook Lügen und Spott verbreitet wird. Und jeder der dies “liked” ist Mittäter. Nicht weil man sich online befindet, darf man denken alles sei erlaubt und jeder dürfe machen was er wolle.

Im hierzulande geltenden Grundgesetz gibt es Artikel, die Mobbing illegal machen:

Wie wäre es mit Artikel 1, Absatz 1: “Die Würde des Menschen ist unantastbar.” Der Mensch hat Würde. Und Würde bedeutet, dass kein Mensch mehr wert ist als ein anderer, aber auch das Leben nicht abgewogen werden darf. Und es heißt, dass jeder Mensch das Recht hat zu leben — und zwar ohne Mobbing.

Das Internet ist zu schade für Mobbing. Ist das Netz nicht dafür da, dass es unsere Welt verbessert? Dass es jeden Ort der Welt miteinander verbindet und Kommunikation über nie überwindbar geglaubte Distanzen erlaubt? Dass es unsere Wirtschaft durch Globalisierung verbessert und somit unseren Lebensstandard erhöht? Ist es das nicht? Anscheinend nicht, denn sonst würde kaum jeder fünfte Jugendliche Opfer von Cybermobbing.

Das Internet hätte nicht all diese finsteren Facetten, die durch Mobbing, Diskriminierung oder sonstigen Hass entstehen, wenn jeder nach dem allbekannten Spruch “Was du nicht willst, dass man dir tue, das füg auch keinem anderen zu!” handeln würde. Mobbing ist vollkommen irrational und veranschaulicht, wie niedrig die Intelligenz und wie klein das Gehirn des Täters ist.

Deswegen lasst uns aufrufen, zu einer besseren Welt ohne Mobbing und Hass und zu einem freundlicheren Umgang im Internet!

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.