Mit Blick auf die Elbe

Reise 1, Tag 2

Lauenburg

Willkommen zu meinem zweiten Reisebericht, den ich verfasse, während ich die beste Aussicht genieße, die ich je in bzw. an einer Jugendherberge erlebt habe. Direkter Ausblick auf die Elbe…

Mein Ausblick

Während der Himmel nach der Abfahrt von meinem letzten Zwischenziel Uelzen, noch ein wenig bewölkt war und dies sich während der Fahrt sogar noch verschlimmerte (und infolge dessen auch ein Weltuntergangs-ähnlicher Zustand mit Gewitter eintrat — glücklicherweise während ich im Museum war), scheint nun die Sonne und es ist angenehm warm draußen.

Mein aktueller Aufenthaltsort und somit der zweite und letzte Zwischenhalt vor meinem Ziel Bad Segeberg, ist die beeindruckende Stadt Lauenburg im gleichnamigen Landkreis in Schleswig-Holstein. Direkt an der Grenze zu Niedersachsen befindet sie sich mit ihrer wunderschönen Altstadt (in der das Fahrradfahren aufgrund von Kopfsteinpflaster leider unmöglich ist) direkt an der Elbe und dem Elbe-Lübeck-Kanal.

Unterkommen tue ich in der Jugendherberge “Lauenburg Zündholzfabrik”, da die JH “Lauenburg” im Moment als Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge genutzt wird. Die teuerste Jugendherberge, in der ich je übernachtet habe (vermutlich wäre ein günstiges Hotel in Hamburg billiger gewesen), aber auch die schönste. Einzelzimmer mit Blick direkt auf die Elbe (leider durch ein Fliegengitter leicht versperrt), was wünscht man sich mehr?

Mein Weg war heute nicht besonders spannend. Erst war geplant, dass ich fast nur am Kanal fahre, aber nach einigem Verfahren und Anweisungen, ich solle mit dem Rad über eine Straße fahren, obwohl Fahrradfahren dort verboten ist, bin ich in die andere Richtung gefahren und plötzlich meinte auch die tolle Navigations-App, mir eine andere Route vorzuschlagen. Diese verlief hauptsächlich an der B4 entlang und mündete schließlich auch am Kanal, wo ich wieder durchs Gebüsch mit dem Fahrrad klettern durfte.

Hier durfte ich klettern

Bereits oben erwähntes Museum befand sich am Schiffshebewerk Scharnebeck. Dieses ist raffiniert konstruiert, denn es kann tonnenschwere Schiffe mit nur ungefähr 400 PS um mehr als 30 Meter wie ein Fahrstuhl bewegen.

Schiffshebewerk

Desweiteren sind mir noch zwei Tipps eingefallen, woran es sich bei Fahrradtouren zu denken lohnt:

  1. Nimm mehr Tüten als du brauchst mit: Auch wenn du wasserfeste Taschen hast, Tüten braucht man immer und ständig. Fällt dir plötzlich ein, dass du nicht dran gedacht hast, wo du deine Dreckwäsche hinpacken sollst? Eine Tüte hilft…

  2. Reise-Handtücher sind geil: Nie hätte ich gedacht, dass Reise-Handtücher aus Mikrofaser so praktisch sein können. Sie saugen trotz aller Befürchtungen nach dem Duschen das Wasser von deinem Körper, auch trocknen sie selber sehr schnell (binnen Minuten) und sind ultra-leicht. Ziemlich praktisch, wenn man auf Gewicht und Gepäck-Größe achten muss…

Und anschließend hier noch ein paar weitere Impressionen:

Windräder

Kanal

Lauenburg

50 km mit dem Rad am Kanal?!? 🚴 Reise 1 , Tag 1
“Achtung Schlechte Wegstrecke” Reise 1, Tag 3

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.