Mit 280 Zeichen Zwitschern

Ein Rant auf Twitter

Es ist soweit, die Welt steht vor dem Abgrund, das Ende ist in Sicht. Twitter hat das Zeichenlimit von 140 auf 280 angehoben. Jetzt ist es möglich 280-Zeichen-lange Tweets zu veröffentlichen! 😱 Aber das größte Problem immer noch: Tweets lassen sich nicht bearbeiten!

Ich bin Twitter-User. Ich hab da einen Account, den ich auch ab und zu mal benutze um einerseits durch meine sechshundert-irgendwas Follower ein paar mehr Leser auf meine Blog-Artikel zu locken, andererseits um auch auf dem neusten Stand zu bleiben, was meine sonstigen Interessen (Technik und so, versteht sich) zu bleiben.

Twitter bietet diesbezüglich eine sehr gute Plattform. Wenn man jemandem folgt, muss man nicht mit ihm “befreundet” sein, um dessen Beiträge lesen zu können. Man muss selber keine Freundschaftsanfragen annehmen, nur dass die eigene Zwitscherei auch andere erreicht. Man kann also tausende Follower haben, aber selbst nur einer handvoll Leuten folgen. Man kann sich die Leute raussuchen, die über Sachen reden, die einen selber interessieren und jeder dem die eigenen Sachen interessieren, kann einem folgen.

Aber zwei (und noch viel mehr) Probleme hat(te) Twitter: Einerseits ist die einzige Möglichkeit beispielsweise einen orthographischen Fehler zu beseitigen das Löschen und Neu-Schreiben eines Tweets. Das ist nach wie vor so. Andererseits bot das 140-Zeichen-Limit nicht wirklich die Möglichkeit, besonders auch auf Deutsch, einen ganzen Satz zu schreiben und man musste seine Gedanken in einem Antwort-Tweet vervollständigen, was man eigentlich nicht wirklich als Mikro-Blogging bezeichnen konnte.

Mit dem 280-Zeichen-Limit, was uns vielleicht den ein oder anderen krampfhaften Gedanken spart, wie wir nun das, was wir sagen wollen, sinnvoll in 140 Zeichen verpacken können, erspart, bleiben aber nach wie vor auch neben der fehlenden Edit-Funktion noch einige Probleme auf Twitter.

Da wäre beispielsweise ein Problem in Person des amerikanischen Präsidenten Trump (ein Schaudern durchfährt mich beim Tippen seines Namens). Wieso wird dieser Widerling mit all seinen rassistischen, hassvollen, Menschen-ausgrenzenden, und Kriegs-anstiftenden Äußerungen (Stichwort Nordkorea) nicht ein für alle mal von dieser Plattform verbannt, obwohl er ja eindeutig gegen die Nutzungsbedingungen zu verstoßen scheint? Nur weil er derjenige ist, der Millionen von Nutzern auf diese Plattform lockt und Twitter somit den ein oder anderen Ad-Dollar einspielen lässt? Scheiß auf Qualität, Quantität rocks oder so ähnlich…

Es ist vor allem, dass Twitter nicht auf seine Nutzer hört, die die tagaus tagein einen beträchtlichen Teil ihrer Zeit auf diesem sozialen Netzwerk verbringen. Das Twitter Funktionen implementiert, die keiner braucht, dass Twitter Accounts von Schauspielerinnen sperrt, die auf Vergewaltigung aufmerksam machen wollen, dass Twitter Fake-News nicht oder erst sehr spät löscht.

Na ja immerhin können meine Tweets jetzt 280 Zeichen lang sein…

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Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.