Flucht aus dem Alltag

Kennst du dieses Gefühl? Du willst einfach mal abschalten.

Abschalten von all dem Stress um dich herum. Zeit nur für dich. Verdiente Zeit.

Ich glaub ich bin nicht der einzige, wenn ich dies von mir sage. Ich könnte mich trotz Lern-Stress und noch nicht gemachten Hausaufgaben Stunden zurückziehen. Mit meinem PC und Internet. Das Internet ist ein Ort, in dem ich mich wohlfühle und an dem ich befreit bin.

Neulich las ich erst einen Artikel, dass Jugendliche das Internet nicht als Mittel sehen, sondern als Selbstzweck. Ich glaube das stimmt.

Der Browser-Verlauf des heutigen Tages füllt und füllt sich, erreicht schon fast 500. Fünfhundert geklickte Links, fünfhundert geöffnete Seiten. Mehr als 500 Gedanken. Oder denke ich überhaupt? Ich mache einfach.

Auch diesen Text schreibe ich einfach. Einfach ohne nachzudenken, was für eine Botschaft ich hiermit denn nun rüberbringen will, ohne mir großartig Sorgen zu machen, wie der Post auf meinem jungen Blog so ankommt.

Aber das Internet ist nur einer der Orte, in die man sich zurückziehen kann. Ist das nicht auch wie bei jemandem, der gerne malt und sich Stunden nur auf sein Bild konzentriert. Er schaltet auch einfach die Umwelt ab. Weg mit dem Trubel um mir, rein in mein Universum voller Kreativität und Leidenschaft. Oder ein Autor? Oder Programmierer?

Unsere Umwelt ist voller Hektik. Alles ist genauestens geplant. Für alles gibt es irgendwelche Fristen. Wir brauchen Zeit um uns zu entschleunigen. Zeit um einfach nur zu entspannen. Und um Kraft zu sammeln für die nächste Challenge, die unsere volle Aufmerksamkeit benötigt und so viel Kraft zehrt.

Ist das Internet in diesem Kontext nicht auch einfach wie eine Flasche Whisky oder anderem starken Alkohol? Eine Möglichkeit zu flüchten. Flucht aus dem Alltag. Selbstverständlich genauso mit Risiken behaftet wie hochprozentiges Gesöff.

Dennoch: Das Internet kann befreien!

jlelse avatar
Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.