Bye Distraction!

Wie ich mich auf das Wesentliche beim Bloggen konzentrieren kann

Bloggen: Von Außenstehenden häufig als reine “Schreibsache“ interpretiert, die dazu verlockt auch mal damit zu beginnen, aber in der Realität macht das eigentliche Schreiben dann nur einen kleinen Bruchteil der gesamten Zeit und des gesamten Aufwands aus. Besonders schwierig ist es dann auch, sich aufs Schreiben zu konzentrieren, wenn man hier und da noch schnell was am Design ändern will oder noch schnell mal ein Plugin installieren will.

Auch ich landete, trotz meiner sehr begrenzten Zeit (die Schule grüßt) in dieser unproduktiven Falle. Weder habe ich viele Blog-Artikel, mit qualitativem Inhalt geschrieben, noch meine Zeit zum Promoten der Artikel genutzt. Ich habe mein Theme ständig um mehr oder weniger nützliche Funktionen erweitert und dadurch das eigentlich Bloggen fast aus den Augen verloren.

Distraction beziehungsweise Ablenkung ist Gift für den Blogger. Deshalb gibt es unter anderem auch in WordPress einen “distraction-free”-Modus im Editor. Soll wohl vor Ablenkung schützen. Schön gedacht, nur leider erfüllt dieser Modus die Funktionen nicht ganz. Es bräuchte eine Sperre, die einem etwa 20 Minuten lang verhindert aus dem Editor in andere Bereiche des Admin-Panels (der Verwaltung) zu wechseln.

Oder man steigt, wie ich es jetzt auch getan habe, auf Medium um. Eine Blogging-Platform, die wirklich den Fokus auf den Text und nicht auf das Andere lenkt. Ein minimalistischer Editor, in dem der Text gleich so angezeigt wird, wie er später auch beim Leser aussehen wird. Natürlich lassen sich Bilder, YouTube-Videos oder sonst was einbinden, aber eben ohne groß abzulenken.

Auch ist es Entspannung pur, sich nicht um die Server-Geschwindigkeit, die Auffindbarkeit oder irgendwelche Newsletter-Plugins sorgen zu müssen. Das übernehmen die Medium-Leute. Nur eine kleine Nebenbemerkung: Die Medium-Gründer waren vorher auch schon ziemlich erfolgreich mit Blogger (von Google aufgekauft) oder Twitter. Also steckt hinter der Platform hoffentlich echtes Know-How.

Aber nicht nur das Werkzeug, über welches man seine Texte erstellt, kann ablenken. Ebenso die Offline-Umgebung. Meiner Erfahrung nach, fällt es sich deutlich leichter Texte in Räumen, in denen allgemein weniger Zeugs rumliegt — beispielsweise die Küche, Texte zu verfassen, als im Schlaf- oder Arbeitszimmer, wo stapelweise Bücher, Klamotten und andere ablenkende Gegenstände sind.

Außerdem sei anzumerken, dass das Bloggen unter Stress kein Vergnügen darstellt. Noch schnell vor der Arbeit (oder der Schule) einen Artikel fertigstellen, nur um des Veröffentlichens wegen — keine gute Idee! Stress macht uns unaufmerksam, verhindert unseren Fokus und lenkt uns ab. Ein absoluter Killer.

Hier abschließend eine kurze Liste zur Vermeidung von Ablenkung beim Schreiben von Blog-Artikel, was sich aber ebenso zum Beispiel aufs Lernen übertragen kann:

  1. Vermeide Stress

  2. Suche dir eine ruhige, ordentliche Umgebung

  3. Soziale Netzwerke, E-Mail-Postfach etc. im Browser schließen

  4. Informations-Flut reduzieren — Ständiges Lesen der neuesten Nachrichten ist nicht wirklich nötig oder?

  5. Freie Zeit nutzen, um bereits andere anstehende Aufgaben zu erledigen — Jede freie Minute, die du produktiv nutzt, reduziert den Stress

Über jlelse
20-Jähriger Student, der auf diesem Blog aus seinem Leben berichtet.